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Abdichtung gegen Radon

Radon (Rn) ist ein radioaktives, farb- und geruchloses Edelgas, das überall im Erdreich aus Uran-haltigen Gesteinen und Böden entsteht. Als mobiles Gas dringt es mittels Konvektion aus dem Untergrund in Gebäude ein und gefährdet die Gesundheit der Bewohner. Bei der Radonsanierung wird die Radonaktivitätskonzentration in Ihrem Gebäude durch technische Maßnahmen soweit gesenkt wie möglich oder wie wirtschaftlich vertretbar, um das Gesundheitsrisiko deutlich zu reduzieren. Technische Maßnahmen sind z.B. der Einbau von Belüftungsanlagen, Abdichtungen von Radon-Eintrittspfaden, wie von Rissen und Fugen, Einbau von Radonbrunnen und Installation von Unterbodenabsaugungen.

Werkzeuge zum Abdichten

Abdichtarbeiten

Quelle: fotolia und binker.eu

Radon-Gas resultiert aus dem Zerfall von überall und allgegenwärtig im Boden bzw. Erdreich vorhandenem, radioaktivem Radium, welches letztendlich aus Uran gebildet wird. So entsteht aus dem Isotop Radium 226 gasförmiges Radon 222 (Alpha-Zerfall). Das gasförmige Radon dringt wegen seiner Beweglichkeit wie Luftsauerstoff auch in alle Gebäude ein. Es zerfällt in den Gebäuden wiederum in radioaktive Schwermetallisotope der Elemente Polonium (Po), Wismut (Bi) und Blei (Pb) bis als stabiles Endprodukt schließlich nicht-radioaktives Blei 206 entsteht.

Illustration natürliche Zerfallsreieh Uran

Zeichen für Radioaktivität

Quelle: fotolia und binker.eu

Die radioaktiven Schwermetallisotope sammeln sich beim Einatmen von Radon oder Rn-Aerosolen in der menschlichen Lunge an und bleiben dort! Man verstrahlt von Innen heraus. Deshalb ist es wichtig, Radon nicht erst in die Gebäude eindringen zu lassen oder die Radon-Konzentrationen in den Gebäuden deutlich zu reduzieren. Diese Radonkonzentration-Reduktion erfolgt durch unsere Radonsanierungen. Durch unsere Radonsanierung Ihres Gebäudes wird Ihr gesundheitliches Risiko ebenfalls reduziert.

RADONSTUDIEN:

Vom GSF-Institut für Epidemiologie wurden in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München in Teilen West- und Ostdeutschlands zwei epidemiologische Studien zum Zusammenhang zwischen Radon in Wohnhäusern und Lungenkrebs vorgenommen. Sie werden als deutsche Radon- Studie zusammengefasst und geben deutliche Hinweise auf einen Anstieg des Lungenkrebsrisikos in Abhängigkeit von der Höhe der Radonkonzentration in Wohnungen.

Illustration Lunge im Röntgenbild

Metapher - Lungenkrebsgefahr durch radioaktives Radon-Gas

Quelle: fotolia

Für die höchste Radonkategorie (140–3.000 Bq/m3, Mittelwert 252 Bq/m3) ergab sich im Vergleich zur Referenzkategorie (0–50 Bq/m3, Mittelwert 38 Bq/m3) ein um 40 Prozent erhöhtes Lungenkrebsrisiko. Das Lungenkrebsrisiko stieg pro 100 Bq/m3 um zehn Prozent an, was einer Verdoppelung bei einer Radonkonzentration von 1.000 Bq/m3 entspricht.

Illustration - Krebsrisikoanstieg mit zuhnehmender Radonkonzentration

Berücksichtigt man im Abschätzmodell die zufälligen Unsicherheiten in der Messung der Radonkonzentration, bleibt die Dosis-Wirkungs-Beziehung linear und die geschätzte Zunahme des relativen Risikos pro 100 Bq/m3 steigt auf 16 Prozent. Am deutlichsten war der Anstieg des Risikos um 31 Prozent pro 100 Bq/m3 für sogenannte kleinzellige Tumorformen. Für andere histologische Typen stieg das Risiko nur um drei Prozent pro 100 Bq/m3. Das absolute Risiko ist bei Rauchern allerdings erheblich höher als bei Nichtrauchern, da sich die relativen Risiken von Rauchen und Radon in etwa multiplizieren. Die Daten zeigen deutlich, dass die Exposition gegenüber Radon in Wohnungen ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko für die Allgemeinbevölkerung darstellt. Auf der Grundlage von Radonmessungen in Wohnräumen und Schlafzimmerräumen von circa 27.000 Wohnungen wurde die mittlere Radonkonzentration in deutschen Wohnungen mit 49 Bq/m3 bestimmt.

Tabelle - Lungenkrebs Risiko

Illustration - causes of lung cancer

Pro Jahr sterben in Deutschland circa 37.700 Personen an Lungenkrebs (28.550 Männer, 9.150 Frauen). Rauchen als wichtigster Risikofaktor für diese Erkrankung ist in der deutschen Bevölkerung stark verbreitet.

Am effektivsten wäre es, wenn eine Absenkung auf unter 100 Bq/m3 erfolgte, dann könnten pro Jahr circa 300 Lungenkrebstodesfälle verhindert werden. Eine Absenkung auf den derzeitigen EU-Grenzwert für Neubauten (200 Bq/m3) würde nur halb so wirksam sein, und der derzeitige EU-Grenzwert von 400 Bq/m3 für bestehende Gebäude (seit 2017 300 Bq/m3!) ist nur ein Viertel so wirksam.

Lüften verringert Radonkonzentration in den Räumen

Radondrainage

Maßnahmen zur Reduzierung des Radon-Risikos sind daher dringend erforderlich. Bei erhöhtem Radon-Gehalt der Raumluft gibt es verschiedene Methoden zu dessen Reduzierung.

Illustration - abgedichtete Hauszuleitungen

abgedichtete Leitungskanäle

Quelle: Hauff-Technik

Eine einfache Maßnahme besteht im häufigen und stoßweisen Lüften.

Reicht das Lüften allein nicht aus, um die Radon-Exposition zu senken, kommt als weitere Maßnahme die Beseitigung von Undichtigkeiten in Betracht. Potentielle Eintrittsstellen für Radon wie Risse und Fugen in Boden und Wänden, Rohrdurchführungen sowie Leitungskanäle und -rohre sollten abgedichtet werden.

Führen auch diese Maßnahmen nicht zum Erfolg, sollte man über aufwändigere bautechnische Verfahren nachdenken.

Radon-Sperrfolie

Lüfter

Illustration - Radonlüfter

Radonturbine

Ein Radoneintritt kann zum Beispiel durch den Einbau von Kunststofffolien, Beschichtungen und Bitumenbahnen im Fundamentbereich verringert werden oder durch eine Unterbodenabsaugung (siehe z.B. www.radonschutz.eu oder www.radonsabsaugung.at). Ziel ist eine radondichte Sperrschicht zwischen Untergrund und Gebäude oder zumindest zwischen Keller und Wohnbereich. In Regionen mit hoher Radon-Konzentration sollten vor allem bei Neubauten präventive Maßnahmengegen den Eintritt von Radon ins Gebäudeinnere ergriffen werden, wie:

  • Durchgehende Bodenplatte statt Streifenfundament
  • Mechanische Luftabführung im Unterbau oder unter dem Gebäude
  • radondichte Folie unter die Bodenplatte bringen
  • Leitungsdurchführungen für Wasser, Elektrizität, TV, oder Erdsonden ins Erdreich sorgfältig abdichten, eventuell oberirdisch verlegen
  • Dichte Türen zwischen Kellerräumen und Wohnräumen
  • Abgeschlossene Treppenhäuser, abgetrennte Treppenhäuser

Quelle: https://www.helmholtz-muenchen.de/fileadmin/FLUGS/PDF/Veranstaltungen/Radon_m_u_spezial.pdf

Illustration - geschädigte Lunge

in der Radiologie